Aion: Auch Engel müssen sterben
Die MMORPG-Schmiede NCSoft arbeitet an einem neuen Titel mit Kultpotential. Der Clou: Es ist ein wahrhaft „himmlisches Spiel“, indem sich zwei verfeindete Engel-Rassen bekriegen.
Ein Riss in der Welt, und die Feinschaft ist vollendet
„Aion“ ist angesiedelt in der zerbrochenen Welt von Atreie. Der Turm der Ewigkeit, der die mythische Welt vereinte, wurde zerstört und hat ein Rissgebiet namens Abyssus hinterlassen. Auch die Lebewesen von Aion wurden dadurch entzweit. Einerseits gibt es die Asmodians, die in dunklen Höhlen leben, andererseits die Elyos, die in einem himmelsähnlichen Paradies beheimatet sind. Beide Seiten Kämpfen um die Vorherrschaft in der zerstörten Welt. Der Spieler beginnt nach Tutorial und Prolog erst als normaler Mensch, der sich nach kurzer Zeit jedoch in einen Engel samt Flügel verwandelt, mit denen er auch für eine bestimmte Zeit fliegen kann. Aufgabe des Spielers ist es, sich für eine der zwei Konfliktseiten zu entscheiden und für diese den Sieg zu erringen.
Oldschool: Das Quest-System
Es wird Genretypisch 2 Arten von Quests geben: Einerseits Kampagnenmissionen, die die Story weitererzählen, andererseits normale NPC-Auftragsquest (sammle x töte y). Nichtsdestotrotz verspricht das Entwicklerteam, dass auch die Auftragsquests in die Story implementiert sein sollen und nicht nur dem Hochleveln des Avatars dienen. Darüberhinaus wird der Großteil der Welt persistent angelegt sein, das Spiel soll beinahe ohne Ladezeiten spielbar sein. Nur für einige Quests und die Dungeons wird eine neue Instanz geladen.
PvP-Schlachten mit NPC-Charakteren als Balancer
In der Zwischenregion des Reiches, Abyssus, kommt es zu gewaltigen PvP Schlachten, die über die Geschichte des gesamten Landes entscheiden. Hier gibt es Gefechte zwischen den Spielern und der NPC-Rasse Balaur. Die Drachenähnlichen Wesen sollen die Kämpfe zwischen den Spielern ausbalancieren – denn die Balaur schlagen sich mal auf die eine, mal auf die andere Seite des Konflikts.
Nichts neues im Himmel?
Spieltechnisch gibt es im derzeitigen Entwicklungsstadium von Aion jedoch nichts neues: Das Kampfsystem ist – ähnlich dem Genreveteranen WoW – halbrundenbasiert, Spezialfähigkeiten werden mittels einer Quickleiste aktiviert. Zudem sind die Engel auch mit göttlichen Kräften ausgestattet, die jedoch erst benutzt werden können, wenn genug „Äther“ von besiegten Feinden aufgesammelt wird – Mana läßt grüßen. Fertigkeiten der verschiedenen Klassen unterscheiden sich nach Berufen (Krieger, Jäger, Magier, Priester) und werden in je zwei Unterklassen mit Spezialisierungen geteilt, insgesamt soll es 50 Levels der Charakterentwicklung geben.
Lowered expectations oder Instant-Klassiker?
Alles in allem hinterlässt der Erste Blick auf Aion gemischte Gefühle: Neben viel Altbekanntem, einigen wenigen Neuerungen wie die NPC-Klasse zum Ausbalancieren von PvP-Gefechten ist es vor allem das Engel-Setting, dass das Spiel interessant machen und den Vatikan erzürnen dürfte. Es bleibt zu hoffen, das bis zum endgültigen Release des Spiels vielleicht noch die ein oder andere Innovation ins Spielgeschehen hineingehievt wird, denn ansonsten könnte der Titel unter den vielversprechenden MMORPG-Neuerscheinungen dieser Tage (Age of Conan, Warhammer) relativ leicht untergehen.
Offizielle Aion-Homepage: http://eu.aiononline.com/de/



